Krimis für euch!

Das geheimnisvolle Haus

von Viktoria

Hier gibts Spannung pur! Unbedingt lesen!

 

 

Es war wieder einer dieser schrecklich langweiligen Tage, als ich von der Arbeit auf dem Weg nach Hause war. Es war sehr dunkel und es donnerte draußen ganz laut. Ich hatte schreckliche Angst vor der Dunkelheit und vor dem lauten Donner. Plötzlich hörte ich einen lauten grollenden Schrei und danach ein lautes böses Lachen. Im Park war keiner mehr da, weil es schon sehr spät war und plötzlich hörte ich, wie eine laute männliche Stimme etwas schrie. „Stehen bleiben!“, befahl die Stimme. Da dort keiner mehr außer mir war, vermutete ich, dass diese Stimme zu mir sprach. Ich blieb stehen. Dann befahl die Stimme sehr ärgerlich: „Sitz! Auf den Boden!“ Ich fiel zitternd auf den Boden. Aber die Stimme hörte nicht auf und schrie wieder auf: „Zu mir, kriechen!“ Da ich keine Ahnung hatte, wo dieser Mann war, folgte ich einfach seiner Stimme genau nach. Ich kroch sehr langsam und ungern, plötzlich sah ich ganz unerwartet, dass das nur ein Mann war, der seinen Hund trainiert hatte. Er guckte mich komisch an und fragte mich grinsend, ob es mir gut ginge. Ich stand auf und ging immer weiter. Als mein Haus schon in der Nähe war, hörte ich plötzlich komische Sprache und sehr laute Musik. Ich folgte der Musik und den Schreien. Als ich nah an der Musik war, sah ich ein Haus. Dieses Haus war sehr klein und schwarz. Das hatte ich hier noch nie gesehen. Das war aber für mich jetzt auch nicht so wichtig. Das einzige, was ich in dem Moment wollte, war ein guter Schlaf. Am nächsten Tag, als ich zur Arbeit ging, wollte ich mir noch einmal das Haus angucken, aber es war wie verschwunden! Komisch, wahrscheinlich hatte ich das Haus irgendwo anders gesehen. Als ich um zwölf Uhr dreißig von der Arbeit zurück kam und wieder durch den Park ging, stand das Haus wieder an diesem Platz. „Komisch“, dachte ich. Mich interessierte das sehr, das war voll spannend! Ich war natürlich sehr neugierig und wollte nachgucken, was dort geschah. Als ich näher kam, guckte ich durch das Fenster. Ich war schockiert, als ich sah, was da in dem Moment passierte. Ich sah alles sehr schlecht, weil es zu dunkel war. Kerzen waren da so hingestellt, so dass sie einen Stern ergaben. Insgesamt waren dort sechs Menschen, fünf standen an jeder Ecke der Sternes und einer war in der Mitte. Das war eine Frau mit langen schwarzen Haaren. Die Menschen, die da rund um sie standen, waren schwarz bekleidet. Sie hatten lange schwarze Mäntel mit Kapuzen an, deswegen konnte ich ihre Gesichter nicht sehen. Ich glaubte, dass sie dort irgendwelche Rituale machten. Am nächsten Tag erzählte ich das alles einem vertrauten Kollegen. Er guckte mich nur grinsend an und fragte, ob ich nicht zufällig angetrunken gewesen wäre. Das war für mich natürlich sehr unangenehm, dass mein guter Kollege mir nicht glaubte. Aber was soll’s. Als es wieder so spät war, wollte ich natürlich gucken, ob das alles wirklich stimmte. Ich ging schnell nach Hause, zog meine schwarzen Sachen an und beeilte mich, um das alles zu beobachten. Oh ja, das Haus stand dort, als ob es da schon ewig war. Ich schlich mich leise heran, um zu sehen, was dort geschah.

Diesmal war dort ein kleiner Junge in der Mitte. Alle anderen, die da waren, lasen sehr laut irgendwas aus einem Buch vor. Ich verstand kein Wort, denn das war eine andere Sprache. Ich vermutete, dass sie Lateinisch sprachen. Ich traute mich einfach nicht da reinzugehen und beobachtete das alles nur. Noch eins bemerkte ich dort, dass an dem Buch und an allen Sachen ein Zeichen war. Das waren zwei Kobraschlangen, die in Feuerflammen kämpften. Ganz unerwartet sah ich, wie zwei stark aufgebaute Männer, eine Frau aus dem Keller holten. Die Frau war bewusstlos und konnte nichts dagegen machen. Einer von diesen Männern hatte etwas in die Hand genommen. Ich konnte nicht zusehen und holte sofort meine kleine Tasche Da war mein Handy drin. Das alles hatte mich so nervös gemacht, dass ich nicht in der Lage war, irgendwas zu machen oder zu sagen! Aber ich rief trotzdem meinen Kollegen an und erzählte ihm alles. Er meinte, er kommt in dreißig Minuten mit ein paar Leuten hierhin. In dieser Zeit wollte ich noch schnell nach Hause laufen. Als ich wieder hierhin kam, meinte meine Kollegen, dass sie dort nichts gesehen haben. „Da war kein Haus“, meinte mein Kollege ungläubig lächelnd. „Doch, ich hab das alles gesehen, genau da, folgt mir“, sagte ich selbstbewusst. Als wir schon da waren, hab ich nicht geglaubt, was ich dort gesehen habe! Es war weg! Alles wie verschwunden! Mein Kollege grinste nur und meinte, dass ich jetzt lieber nach Hause gehen sollte, um auszuschlafen. Zu Hause dachte ich an nichts anderes, außer was geschehen war. So müde und zerrüttet war ich noch nie gewesen. Ich wollte mich entspannen und machte mir die Badewanne fertig. Ganz müde und durcheinander lag ich in der Badewanne und konnte nicht verstehen, wie so was passieren konnte. Plötzlich klingelte jemand an der Tür. Ich sprang schnell auf, zog meine Sachen an und rannte nach unten. Als ich die Tür aufmachte, war keiner da und am Boden lag ein Brief. Ich machte langsam die Tür zu und nahm den Brief in das Wohnzimmer mit. Der Brief war ganz klein und hatte einen Stempelabdruck. Auf dem Stempel waren zwei Kobras, die in einer Feuerflamme kämpften, dargestellt. Das war dieses Zeichen, das ich in diesem Haus gesehen habe, dachte ich mir sofort. Ich las mir den Brief sehr gründlich durch. Da stand, dass ich lieber vorsichtiger sein sollte und dass sie alles über mich wüssten. Wenn ich weiterhin so neugierig wäre, dann würde ich die Nächste sein! Ich wusste nicht, was ich lieber machen sollte. Die Polizei anrufen konnte ich nicht, zu riskant. Meinen Kollegen anrufen, traute ich mich nicht. Die würden es mir sowieso nicht glauben. In dem Moment rief mich ganz unerwartet jemand an. Es war mein Kollege. „Na, wie geht es dir. Süße?“, fragte er ganz lieb. Da erzählte ich ihm alles. Später fuhr ich zu ihm und zeigte ihm den Brief. Er durchsuchte den Brief nach irgendwelchen Spuren, aber alles war sauber! Er meinte, er würde mich jetzt lieber schnell nach Hause bringen und am nächsten Morgen würden wir alles zusammen noch mal durchgucken. Als er mich nach Hause brachte, machte er mir einen Vorschlag und zwar, wieder dahin zu fahren, um zu gucken, was da so vorgeht. Es war schon sehr spät, oder besser gesagt sehr früh. Genau halb fünf, wie es auf meiner neuen Uhr stand. Was wir da sahen, war unbeschreiblich. Genau drei Leichen. Zwei Frauen und ein kleiner Junge. Natürlich mussten wir jetzt die Polizei anrufen. Danach waren alle da, die Polizei, die Ärzte, die Detektive, also alle, die in solchen Fällen dabei sein müssen. Mein Chef war sprachlos und entschuldigte sich bei mir, dass er mir das alles nicht sofort geglaubt hatte. Natürlich verzieh ich ihm das und gab ihm das Versprechen, dass ich das alles rausfinde und zu Ende bringe. Am nächsten Tag so gegen elf Uhr abends bin ich wieder dahin gegangen. Es war schon ziemlich kalt und dunkel draußen, als ich mich in den Büschen versteckte. Mir war schon so kalt, dass ich meine Arme und Beine nicht fühlen konnte. Ganz plötzlich erschien da einer von diesen Männern mit schwarzen Mänteln. Er ging bis zu dem Straßenschild und blieb da stehen. Danach schaute er nach links und nach rechts, wahrscheinlich um sicher zu sein, ob keiner kommt. Ganz am zittern beobachtete ich, was er machte. Eine Sekunde später drehte er das Schild um, so dass die Zeiger auf die gegenüberliegende Seite aufzeigten. Jetzt war mir aber alles klar! Endlich hatte ich die Antwort auf meine Frage gefunden. „Das war also der Grund, warum als ich mit meinen Kollegen hierhin kam, das Haus nicht da war!“, flüsterte ich ganz leise. „Die haben also jedes Mal das Schild umgedreht, so dass ich immer in die falsche Richtung ging. „Aber wenn ich alleine war, war es schon immer gegen zwölf Uhr und so in dieser Zeit hat jemand das Schild umgedreht. Das heißt, tags zeigte das Schild in die falsche Richtung und abends in die richtige, denn wenn es schon dunkel war, konnte dann keiner mehr sehen, in welche Richtung es zeigt. Das ist sehr gut überdacht!“, dachte ich mir begeistert. Ich folgte dem Mann mit schwarzem Mantel und ich hatte Recht! Es waren zwei ähnliche Plätze! Nur auf einem Platz stand kein Haus. Am nächsten Tag erzählte ich das alles meinem Kollegen und dann gingen wir alle dahin. Es war noch sehr hell draußen, ich wollte nur beweisen, dass es dort zwei Richtungen gibt. Wir gingen da lang, wohin uns das Schild zeigte. Wie ich es gesagt hatte, das Haus war nicht da. Dann haben wir uns in den Büschen versteckt und warteten geduldig, bis es so weit war. „Endlich!“, sagte ich leise. Es war genau 12.00 Uhr nachts, ein schwarz bekleideter Mann ging durch die Straße. Er blieb neben dem Straßenschild stehen und drehte das Schild um. Meine Mitarbeiter waren schockiert, ich aber im Gegenteil. Ich war so stolz und begeistert, dass ich schon alles auf der Welt vergessen hatte. Ich dachte nur, wie gut ich bin. Wir folgten dem Mann und als er in das Haus rein kam, holte ich meine kleine Tasche raus. „Auf drei!“ gingen wir alle in das Haus hinein und verhafteten alle fünf Männer. Im Haus fanden wir verschiedene Zaubersachen und ganz viele Spuren. Als ich danach in mein Office kam, zeichnete mich mein Chef mit einer Beförderung aus. Endlich war das alles vorbei und ich konnte in Ruhe meine Arbeit weiter machen!
 
 
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  7c - Johann-Gutenberg-Realschule - Leitung: Claudia Werner - Unterstützung durch die Lehramtsanwärterin Frau Pöttke