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Es wieder einer dieser schrecklichen Tage. Am 12.2.2002 hatte ich wieder diesen schrecklichen Traum, den ich alle 5 Monate bekam. Ich stand auf, aß ein Stück Schokolade, trank einen Schluck Milch und anschließend ging ich auf den Balkon, um mir eine zu rauchen. Es war draußen verdächtig ruhig und der Wind pfiff durch die Jalousien. Es war in meiner Gegend schon fast ein bisschen beängstigend. Ich wohnte in einem abgelegenen Viertel von London, man könnte schon fast sagen im Ghetto. Es lebten sehr viele Afrikaner hier. Meine bezaubernde Frau kam und sagte zu mir: „Komm wieder ins Bett, draußen ist es zu kalt!“ Ich hörte auf sie, aber ich hatte irgendwie immer noch ein komisches Gefühl. Gegen 3:33 Uhr wurde ich schon wieder wach, aber diesmal war es anders. Mein Hund oder besser gesagt Partner Joe war unruhig und ging immer hin und her. Ich stand auf und sah nach ihm. Als ich bei Joe war, kratzte er mit der Pfote gegen die Balkontür. Ich öffnete sie: Als die Tür offen war, bellte er. Ich sah mich um und beobachte, wie ein großer Mann, den man nicht erkennen konnte, einen Mann mit einem Seil erwürgte. Ich rief und schrie, und tat alles, um dies zu verhindern, aber das nutze auch nichts mehr. Ich war völlig erschrocken, obwohl ich schon oft Mordfälle beobachtet und detektiert hatte. Es war irgendwie alles anders. Ich rauchte mir erst einmal eine Zigarette und dachte nach. Als ich nachgedacht hatte, kam ich zu dem Entschluss: „Das ist mein neuer Fall“. Am nächsten Tag ging ich zur Observierung und schaute mir den toten Mann an. Ich sprach mit dem Arzt. Er sagte: „Klarer Fall, das Opfer wurde mit einem Seil erwürgt.“ Ich sagte mit lächelnder Stimme: „Toll, das hätte ich Ihnen auch vorher sagen können.“ Darauf erwiderte er: „Wieso?“ Ich antwortete: „Ich hab´ das ganze Geschehen von meinem Balkon aus beobachten können.“ Er sagte: „Oh, das wusste ich nicht.“ Ich sagte: „Jetzt weiß ich wenigstens, dass Sie Ihren Job verstehen.“
Ich ging raus und rief noch: „Schauen Sie weiter und versuchen Sie alles, um den Täter ausfindig zu machen.“ Der Mann antwortete: „Sie können sich auf mich verlassen.“ Ich stieg in meinen neuen Audi (worauf ich besonderes stolz war) und machte mich auf Spurensuche. Zuerst musste ich meinen Partner abholen. Er saß schon bereit hechelnd in der Tür. Meine Frau gab mir die Leine und er sprang in mein Auto. Wir fuhren zu einem gewissen Herrn John Kahn. Er hatte kurze schwarze Haare, abstehende Ohren und war 1.80m groß. Er kam aus Deutschland und war vor 3 Jahren hierher gezogen. Er arbeitete als Verkäufer in einem großen Lagerhaus. Er trieb viele illegale Geschäfte. Er war ein gefährlicher Mann. Ich musste mich also in acht nehmen. Vielleicht war er ja der Mörder. Ich schellte an seiner Tür, aber keiner machte auf. Ich schellte noch mal und noch mal, aber die Tür blieb verschlossen. Ich rief zu meinem Partner: „Joe, lauf ums Haus herum und such.“ Er tat dies auch. Es dauerte einige Minuten, bis er wieder zurück war, weil das Haus so riesig war. Es war eine richtige Villa. Leider fand er nichts. Wir wollten gerade in mein Auto einsteigen, da klingelte mein Handy. „Hallo?“ „Hallo, hier ist Herr Brown. Erinnern Sie sich an mich?“ Ich antwortete: „Klar der Observierer.“ „Genau!“, sagte er. „Wir wissen jetzt, wer das Opfer ist.“ „Da bin ich aber jetzt gespannt!“, sagte ich. „Der Tote heißt John Kahn. Kennen Sie ihn?“ Ich antwortete stotternd: „Das kann man so sagen.“ Ich legte auf. Wir fuhren erst einmal nach Hause. Zuhause angekommen, musste ich mir einen Plan zurechtlegen, um den Täter zu überführen. Ich nahm mir den Rest des Tages frei. Am nächsten Morgen stand ich gegen 09:00Uhr auf. Ich ging Duschen, gelte mir die Haare und fuhr los, um bei der Spurensuche Informationen zu sammeln. Ich fuhr zu Herrn Charles Cole. Da er von Herrn John Kahn betrogen worden war, hatte er ein Motiv. Ich stellte ihm ein paar Fragen und versuchte so, von ihm Informationen zu bekommen. Ich wollte von ihm wissen, wo er zur Tatzeit gewesen war und was er da gemacht hatte. Er war leicht schockiert, als er von der Ermordung des John Kahn erfuhr. Später bei der Vernehmung war er aber eigentlich froh darüber. Er sagte: „Das geschieht ihm recht!“ Die Befragung dauerte ca. 1 Stunde und ich hatte das Gefühl, dass er mit diesem Fall nichts zu tun hatte. Noch am selben Tag fuhr ich mit Joe zu einer weiteren Vernehmung. Der Verdächtige hieß Stefan Morrinson. Ihm hatte John Kahn vor einiger Zeit wichtige Unterlagen gestohlen. Dadurch verlor er einen wichtigen Prozess vor Gericht. Er musste daraufhin für 5 Jahre ins Gefängnis. Das wäre ein Motiv für einen Mord. Ich unterhielt mich mit ihm, aber er blieb sachlich und freundlich. Im Gespräch stellte sich heraus, dass Stefan Morrison ein Alibi für die Tatzeit hatte. Daher konnte er es nicht gewesen sein. Zum Schluss bekam ich von ihm noch einen Hinweis. Er meinte, Steven Ferdinand wäre ein Verdächtiger, der für die Tat in Frage kommt. Wegen John Kahn hätte sich seine Frau von ihm getrennt. Sie betrog ihn mit John Kahn und dadurch brach für Steven Ferdinand eine Welt zusammen. Ich bedankte mich für diesen guten Tipp und fuhr mit Joe nach Hause. Bevor ich am nächsten Tag Steven Ferdinand verhören konnte, musste ich erst zum Zahnarzt. Die ganze Nacht hatte ich fürchterliche Zahnschmerzen. Beim Abendessen brach mir ein Stück Zahn ab. Wie immer hatte ich vorm Zahnarzt schrecklichen Bammel. Der Arzt kam zur Tür herein, stellte sich vor und ich traute meinen Ohren nicht. Der Zahnarzt hieß – Steven Ferdinand...
Ich meinte: „Bevor Sie mir hier im Mund rumpulen, verhafte ich Sie hiermit. „Ich weiß alles, was Sie gemacht haben.“ Dabei stellte ich heimlich mein Diktiergerät an. „Was wissen Sie?“, fragte Steven Ferdinand. „Sie hatten ein Verhältnis mit Frau Kahn. Aus lauter Eifersucht und Rache haben Sie John Kahn ermordet.“ Plötzlich verspürte ich einen harten Schlag auf meinen Hinterkopf und Steven Ferdinand flüchtete aus dem Behandlungszimmer. Ich rief meinem Partner Joe, der im Wartezimmer brav auf mich wartete: „Joe, fass ihn!“ Er verstand sofort. Joe stellte ihn und so konnte ich ihn festhalten. Daraufhin rief ich die Polizei an, die ihn daraufhin sofort festnahm und aufs Polizeirevier bracht. Bei der Vernehmung spielte ich das Diktiergerät ab und sagte zu Steven Ferdinand: „Dumm gelaufen, wa?“ Er antwortete nichts. Das Urteil im Prozess gegen Steven Ferdinand lautete „lebenslänglich“. Zur Belohnung gab es für Joe einen dicken Knochen zum Knabbern.
Mir blieben die Zahnschmerzen, aber der Fall war aufgeklärt. |