Krimis für euch!
 

Kaffee mit Zucker

von Sina

Hier gibts Spannung pur! Unbedingt lesen!

 

 

Es war wieder einer dieser regnerischen Tage. Draußen war es sehr dunkel. Um 7.00 Uhr klingelte der Wecker: „Drrr!“

Jason war ein Morgenmuffel und stand schlecht gelaunt auf. Er trottete in sein Bad, putzte sich die Zähne und wusch sich das Gesicht. Danach ging er in die Küche und machte sich einen starken Kaffee mit Zucker. Anschließend lief er hinaus, um die Zeitung herein zu holen. Er nahm sie und den Kaffee mit in sein Wohnzimmer und setzte sich in seinen sehr gemütlichen Sessel.

Von draußen kam eine Menge Lärm. Die Autos fuhren an seinem Haus vorbei, Kinder spielten und gingen zur Schule und der Regen plätscherte an die Fenster. Nach einer Weile stand Jason von seinem Sessel auf, stellte seine Kaffeetasse in die Spülmaschine und legte die Zeitung auf seinen unordentlichen Schreibtisch. Anschließend suchte er nach seinem 3Jährigen Boxer Racky, um mit ihm Gassi zu gehen.

Jason sah im Schlafzimmer, in der Küche und anschließend im Badezimmer nach, aber keine Spur von Racky. „Aaaa! Endlich habe ich dich gefunden.“ Racky lag schlafend im Esszimmer und schnarchte wie wild. Schwerfällig und noch immer müde schlich er hinter Jason her. Jason setzte sich sein Markenzeichen, eine karierte Mütze, auf den Kopf. Dann schmiss er sich einen Mantel über die Schultern. „Komm, Racky! Komm schon!“ Sie spazierten durch den Park. Nach einer Weile kamen sie wieder. Jason machte Racky von der Leine los und schüttete ihm dann ein bisschen Trockenfutter in den Napf. Jason schlich in sein Wohnzimmer, nahm seine Pfeife und zündete sie an. Dann machte er das Radio an und bewegte sich rhythmisch. Plötzlich klingelte das Telefon: „Hallo? Jason Black am Apparat“, sagte er ahnungslos.

Eine dunkle und gruselige Stimme sagte: „Um 9.00 Uhr am Bahnhofschließfach - 516 - und nicht vergessen, in den Briefkasten zu schauen!“ Jason ging hinaus und guckte aufgeregt in sein Postfach.

5 Briefe und dazwischen ein Schlüssel lagen drin. Er machte die Briefe auf, las sie und guckte sich den Schlüssel genauer an. In den Briefen stand jedoch nichts besonderes. Es waren nur Rechnungen. Jason blickte nervös auf seine Uhr: „8.30 Uhr schon. Mist!“ Jason setzte sich in seinen schwarzen Audi und fuhr los. Er machte sein Radio ganz laut. In 15 Minuten war er am großen Bahnhof angelangt. Er ging hinein und suchte aufgeregt das Schließfach 516: „511, 512, 513, 514, 515, ahh! 516! Endlich gefunden!“ Jason nahm den alten, rostigen Schlüssel aus seiner Jackentasche! Dann schloss er das Schließfach auf. Es befand sich ein Brief und ein Koffer darin.

Jason nahm den Koffer und den Brief und ging schnell aus dem Bahnhof. Dann überquerte er die Straße und ging zu seinem Auto, setzte sich hinein und fuhr los. Zuhause angekommen stellte er den Koffer auf den Schrank. Er blätterte in seinen Akten nach Hinweisen über den Täter. Wer könnte bloß hinter dieser Drohung stecken? Er wühlte sich verzweifelt durch die Ordner und die hohen Stapel Zettel. Jedoch hatte kein Fall etwas mit ihm zu tun, außer vielleicht Jack Wulf - ein Schwerverbrecher, den Jason hinter Gitter gebracht hatte. Aber er hatte noch einen anderen Verdacht: seine Ex-Frau Gina Tomson. Jason hatte sie verlassen, weil ihre Eifersucht zu groß geworden war und sie ihm immer hinterher spioniert hatte. „Na ja, vielleicht werde ich es im Laufe der Zeit noch erfahren.“ Zunächst zog Jason sich seinen Mantel an, nahm seine Schlüssel und die Pfeife, zündete sie an und ging zur nächsten Frittenbude. „Eine Portion Pommes mit Majo bitte.“ „Gerne, kommt sofort“, sagte die Angestellte. Nach 10 Minuten Warten hatte Jason endlich seine Pommes in der Hand. Er setzte sich an einen Tisch in der hintersten Ecke. Dort aß er seine Pommes mit Genuss. „Kann ich Ihnen noch etwas zu trinken bringen?“, fragte die Frau. „Ja, ich hätte gerne ein Bier.“ „Kommt sofort!“, rief die Frau Jason zu. „Die Pommes sind übrigens vorzüglich.“ „Vielen Dank!“, erwiderte die Frau und brachte dem Mann das Bier. „Danke sehr.“ Jason nahm die Menükarte in die Hand und schaute, was es so zu Essen gab. Plötzlich fiel ein kleiner Zettel aus der Karte mit der Aufschrift „Du wirst es noch bereuen, pass ja auf!“ Jason guckte sich kurz um, sprang auf und legte der Frau 10 € auf die Theke. Dann verschwand er aus dem Laden. Er ging mit schnellen Schritten zurück in seine Wohnung. Zuhause angekommen schloss er die Haustür und die Fenster, setzte sich in seinen Sessel und machte den Fernseher an. Jedoch schaltete er alle 5 Minuten weiter, da nichts Gescheites lief. „Es läuft nur Mist!“ Ärgerlich machte er den Fernseher aus und ging in die Küche. Dort machte er sich einen Kaffee. „Aaa, das tut gut.“ Nachdem der Kaffee leer war, ging Jason in sein Wohnzimmer zum Telefon. Er rief seinen Kollegen Dieter Dritsch an: „Hey Dieter, ich bin es Jason.“ „Oh! Hallo Jason! Was ist los? Du klingst so nervös?“ „Mhhh…, ich sag es dir gleich. Könnte ich vielleicht zu dir kommen?“ „Ja. Geht schon klar!“ „Danke! Bis gleich!“, sagte Jason und beendete das Telefonat. Jason nahm ein paar Akten in die Hand, setzte sich seine Mütze auf, zog seinen Mantel an und ging zu seinem Auto. Dann schloss er es auf und fuhr los. Endlich angekommen klingelte Jason bei Dieter. Dieser machte die Tür auf und Jason ging hoch. „Hallo Dieter, na wie geht es?“ „Ja gut, aber was ist mit dir? Du warst so aufgeregt, aber komm erst einmal rein.“ „Eine gute Idee!“ Jason ging hinein, setzte sich auf den Stuhl und warf nervös seine Akten auf den Tisch. „Also“, begann er. „Ich wurde letztens angerufen und eine mir nicht bekannte Stimme sagte >>Um 9.00 Uhr am Bahnhof, Schließfach 519!<< und ich sollte noch in den Briefkasten schauen. Natürlich bin ich zum Bahnhof gefahren. Im Schließfach befand sich neben einem Koffer ein Brief, auf dem stand >>In sieben Tagen bist du tot.<< Ich war voll erschrocken und um mich abzulenken ging ich in meine Stamm-Frittenbude. In der Menükarte auf meinem Tisch war ein kleiner Zettel mit der Aufschrift >>Du wirst es noch bereuen!<< Na ja, auf jeden Fall habe ich dann nach weiteren Hinweisen gesucht. Einige habe ich auch gefunden. Ich habe die Akten dabei. Verdächtig ist meine Exfrau Gina Tomson, die ich vor einiger Zeit verlassen habe. Oder es könne auch Jack Wulf sein. Ich habe ihn vor 6 Jahren ins Gefängnis gebracht und er wurde vor ein paar Tagen entlassen. Meine dritte Verdächtige ist meine Kollegin Meggan Prent. Du kennst sie ja, sie ist immer beleidigt, wenn ich bessere Aufträge bekomme!“, erzählte Jason aufgeregt. „Na ja, also eigentlich traue ich Meggan so etwas nicht zu“, sagte Dieter. „Ja, du hast Recht.“ Jack schlug eine Seite in den Akten über Jack wulf auf. „Hier, siehst du; Jack hat früher im Gericht immer behauptet, er sei kein Mörder, und trotzdem ist er wegen Mordes in den Knast gekommen. Demnach traue ich ihm das schon zu.“ „Ich weiß es nicht, aber es könnte schon sein. Warte doch erst einmal ab.“ „Ja, du hast wieder mal Recht, ich sehe schon Gespenster. Aber ich musste mit jemanden über diese Sache reden. Vielen Dank für’s Zuhören. Ich glaube, ich werde jetzt gehen! Schönen Abend noch.“ „Ja, kein Problem, danke für dein Vertrauen“, sagte Dieter. Jason nahm seine Akten und verschwand aus Dieters Wohnung. Er setzte sich in seinen Audi und fuhr los. Zuhause angekommen legte er seine Akten auf seinen Schreibtisch, gab Rocky etwas zu Essen, zog sich seinen Schlafanzug an und fiel müde in sein Bett. Am nächsten Morgen stand Jason um 10.00 Uhr auf. „Mist, so spät schon!“ Er ging in sein Bad duschen und putzte sich die Zähne. Danach zog er sich an und schlich in die Küche, um sich Frühstück zu machen. „Eine Tasse heißen Kaffee mit Zucker und ein Salamibrötchen, jeden Morgen das Gleiche, so langsam wird es langweilig“, murmelte Jason vor sich hin. Also machte er sich auf den Weg in sein Stammcafé „Life World“ um etwas zu essen. Er bestellte sich ein Lachsbaguette und einen starken Kaffee mit Zucker. „Mary, der Kaffee und das Baguette sind wie immer vorzüglich.“ Nach dem Frühstück ging Jason noch mal auf die Toilette. Er reinigte sich die Hände, zog sich ein Trockentuch aus einem Kasten und war total erschrocken. Auf dem Tuch stand: „Noch drei Tage und du bist tot.“ Jason war nervös und verschwand aus der Toilette. Er gab Mary 10,00 Euro und lief mit schnellen Schritten zu sich nach Hause. Er guckte die ganze Zeit hinter sich um vielleicht jemanden zu sehen, der ihm folgte. Am Bahnhof angekommen wartete er noch 5 Minuten auf die Bahn. Als sie da war, stieg er ein. Die Türen schlossen sich und die Bahn fuhr los. Als er aus dem Fenster schaute, sah er auf der anderen Seite Jack Wulf. Er war total fertig. Zuhause angekommen schaute er in seinen Briefkasten. „Oh nein, schon wieder ein Strafzettel! Wie viel muss ich denn diesmal blechen?“ Jason ging hinein und öffnete den Strafzettel. „Was, 100,00 Euro für so eine Lappalie?“ Jason war total wütend über sich selbst. Er nahm die Bildzeitung, setzte sich auf seinen Sessel und las die Zeitung. Ein Artikel stand darin mit der Überschrift: „Jack Wulf, ein Schwerverbrecher, der es schon wieder tut.“ Es ging weiter: „Jack Wulf ist vor kurzer Zeit aus dem Gefängnis entlassen wurden. Jetzt schlägt er wahrscheinlich wieder zu. Er wurde gesehen, wie er eine Frau belästigt hat. Seitdem ist er flüchtig.“

Jason war sich nun ganz sicher, dass Jack ihn bedrohte. „Ich warte erst einmal ab“, dachte er laut, „und wenn ich morgen wieder eine Nachricht bekomme, werde ich zur Polizei gehen.“ Er schnüffelte noch ein wenig in der Zeitung herum, aber nichts Interessantes stand drin. Er schnitt den Artikel über Jack aus und heftete ihn zu den Akten. Danach rief Jason seinen Chef an: „Guten Tag, Lutz! Ich bin es, Jason.“ „Hallo Jason! Wie geht es dir?“, fragte Lutz. „Ja, eigentlich ganz gut, aber ich habe da mal eine Frage“, stammelte Jason. „Ist Megan Prent eigentlich im Moment im Dienst und hat sie viel um die Ohren?“ „Ne du, sie ist in Spanien, sie hat zur Zeit Urlaub. Warum fragst du?“ „Weil ich im Moment regelmäßig Drohungen bekomme. Auf dem letzten Zettel stand, dass ich in 3 Tagen tot bin. Deshalb suche ich gerade nach Hinweisen über die Verdächtigten.“ „Aha, das ist nicht schön. Auf jeden Fall kann Megan nichts damit zu tun haben“, erwiderte der Chef. „Gut, schönen Dank und einen schönen Tag noch!“ „Mach es gut, Jason, und pass auf dich auf.“ Den restlichen Tag verbrachte Jason damit seine Akten zu durchwühlen, TV zu schauen und Radio zu hören. Schon um 10.00 Uhr ging Jason ins Bett. „Es war ein aufregender Tag, wie jeder in letzter Zeit“, säuselte er vor sich hin und schlief ein. Am nächsten Morgen klingelte der Wecker ganz laut „Drrrrr“. „Oh, erst 7.00 Uhr, och nee.“ Jason schlief noch mal ein. Erst um 10.00 Uhr stand er auf, ging in sein Badezimmer, machte sich fertig, zog sich an und wartete ab, was danach so passierte. Er ging hinaus um die Post hereinzuholen. Er erschrak. „Was ist das, verdammter Mist!“, schimpfte Jason. Wieder ein Zettel mit der Aufschrift „Nur noch zwei Tage!“ Er nahm seine Jacke und fuhr zur Polizei.

An der Wache angekommen erzählte er dem Oberkommissar alles. „Ich hatte schon mal etwas mit Jack Wulf zu tun. Ich persönlich traue ihm so etwas zu und ihre Ex- Frau kenne ich ja nicht wirklich. Aber aus Eifersucht haben schon viele Leute jemandem gedroht, von daher wäre auch sie als Tatverdächtige möglich. Ich traue es beiden zu, wir werden sehen. Meine Kollegen bringen bei Ihnen in der Wohnung eine Kamera an und Sie werden nicht mehr ohne meine Kollegen ihr Haus verlassen. Sie werden Sie unauffällig überall hin begleiten.“ „OK, vielen Dank! Auf Wiedersehen!“ „Ja. Tschüss! Die Kollegen gehen dann jetzt mit Ihnen. Susi, Klaus! Ihr habt einen neuen Auftrag! Bitte lasst Herrn Black nicht mehr aus den Augen und seid unauffällig!“, schrie der Oberkommissar den beiden zu. „Jo klar, Chef.“ Jason fuhr mit Susi und Klaus nach Hause. Zuhause angekommen brachten die beiden eine versteckte Kamera im Wohnzimmer an. Danach setzten die beiden sich in ihr Auto und bewachten das Haus - die ganze Nacht, doch nichts geschah. Am nächsten Morgen frühstückten die 3 gemeinsam. Jeder von ihnen bekam einen Kaffee und ein Salamibrötchen, da sich bei Jason nichts anderes im Kühlschrank befand. Nach dem Essen klingelte das Telefon. Die gruselige Stimme sagte: „Morgen, morgen bist du tot.“ Susi und Klaus wussten nicht, was sie machen sollten, da der Täter noch nicht mal etwas haben wollte, z.B. Geld. Jedoch blieben die beiden ruhig und ließen den morgigen Tag auf sich zu kommen. Der Tag verlief sehr schnell. Jason saß den ganzen Tag mit den beiden zuhause herum. Sie redeten, tranken Kaffee und taten andere Dinge. Es war ein sehr ruhiger Tag. Die beiden übernachteten in Jasons Wohnung auf dem Sofa. Sehr gemütlich war es ja nicht. Am darauffolgenden Morgen war er total aufgeregt. „Heute ist es so weit.“ Jason ging hinunter und weckte die 2. Er bereitete ein Frühstück vor und holte die Zeitung herein. Auf der Fußmatte lag ein Zettel. Auf ihm stand „Heute ist es so weit: um 9.00 Uhr am Friedhof, keine Polizei.“ Jason stand unter Schock. Er hatte panische Angst, dass ihm was passieren würde. „Sie brauchen keine Angst haben und das SEK ist auch da.“ „Ja, OK“, antwortete Jason.

Der Tag verging sehr langsam. Ca. um 7.00 Uhr fuhr Jason mit Susi und Klaus zur Polizei, um alles noch einmal zu besprechen. Sie setzten sich hin und planten alles. „Das SEK wird sich verstecken und niemand wird sie sehen. Wir sind jedoch in Reichweite. Sie brauchen keine Angst haben. Es wird alles glatt laufen.“ Nun war es so weit. Jason setzte sich in sein Auto und fuhr zum Friedhof. Dort angekommen stieg er aus und wartete eine Weile ab. Nach 5 Minuten kam eine schwarz angezogene Gestalt. Jason war total aufgeregt. „So, jetzt bist du fällig.“ Die Gestalt hielt Jason eine Waffe an den Kopf. Jason versuchte sich zu wehren und dann griff auch schon das SEK ein. „Jetzt wollen wir mal sehen, wer der Täter ist.“ Der Oberkommissar nahm die Maske ab und war erstaunt: „Gerade aus dem Knast raus und schon wieder rein.“ Jason war froh, das alles vorbei war. Nach 2 Tagen stand in der Zeitung ein Artikel über Jack Wulf. „Er war auf Bewährung draußen und hat versucht den Mann (Jason Black) zu töten, der ihn ins Gefängnis gebracht hat.“ Jason war überglücklich, dass der ganze Alptraum ein Ende hatte.
 
 
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  7c - Johann-Gutenberg-Realschule - Leitung: Claudia Werner - Unterstützung durch die Lehramtsanwärterin Frau Pöttke