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Ben packte seine Sportsachen hastig in den Rucksack. Das Training war mal wieder echt hart gewesen. Rainer – sein Trainer – hatte natürlich wieder ihn auf dem Kieker gehabt. Es ging um den Aufstieg und sie hatten nur noch wenige Spiele vor sich. Ok, er wollte ja auch in die nächste Liga. Aber dass es so hart werden würde, hatte er nicht gedacht. Und die Konkurrenz schlief nicht... Er spürte schon seit Wochen, dass Marcel kurz davor war, ihn auf der Liste der Stürmer zu überholen. Im Fitnesstest hatte er genauso gut abgeschnitten wie er. Marcel und er hatten eh noch eine Rechnung offen. Aber da ging es um seine neue Freundin. „Didadidadidada“ klingelte prompt sein Handy und Lara erschien auf dem Display. „Ja?“, flötete Ben. „Ich wollte nur sagen, dass ich heute nicht mit ins Kino gehe!“, kam es schnippisch. „Ach ja? Warum denn?“, fragte Ben erstaunt. „Ich habe da heute so eine E-Mail bekommen... Du hättest unerlaubte Tabletten genommen, um im Fußball ´ne große Nummer zu werden und so. Kurz: Du bist voller Dopingmittel. Auf so einen Typen steh´ ich ganz und gar nicht. Ich bin soooo sauer auf dich und soooo enttäuscht!...“ Mehr bekam Ben nicht mehr mit. Er fühlte sich plötzlich so schlapp und wollte gerade sein Traubenzuckerpäckchen, was er immer dabei hatte, aus der Jackentasche ziehen, als er plötzlich ein Röhrchen spürte. Alles versank im Nebel...
Alles versank im Nebel. Dann hörte er seinen Trainer, er stand genau neben ihm. Er fragte: „Ben, ist alles ok? Du bist auf einmal so blass!“ Ben stotterte: Ja, alles ist ok. Ich habe gerade nur gedacht, ich hätte etwas in meiner Jackentasche gespürt.“ Dann ging er hektisch nach Hause. Beinahe hätte er vor lauter Aufregung seinen Rucksack vergessen. Auf dem Weg nach Hause nahm er das Röhrchen aus seiner Tasche und untersuchte es eine Zeit lang. Nichts Ungewöhnliches: Nur eine ganz normale Aspirindose. Als er zu Hause angekommen war, platzte er zur Tür hinein. Seine Mutter fragte erschrocken: „Was ist los?“ Ben antwortete zögerlich: „Ich muss mit dir über was Wichtiges reden. Heute nach dem Training bekam ich einen komischen Anruf von meiner Freundin. Sie war sehr aufgebracht und meinte, dass ich Dopingmittel zu mir genommen hätte. Nachdem sie aufgelegt hat, habe ich in meine Jackentasche gegriffen , um mir mein Traubenzuckerpäckchen aus der Tasche zu holen, doch dann fühlte ich ein Tablettenröhrchen in meiner Jackentasche.“
Seine Mutter war sichtlich geschockt und forderte, das Röhrchen sehen zu dürfen. Ben zeigte es ihr. Sie war sich nicht sicher, was es war. Deshalb gab sie dem Onkel von Ben das Tablettenröhrchen, denn er war in einem Labor zuständig für solche Sachen. Nach zwei Tagen voller Spannung und Warten teilte ihnen der Onkel mit: „Die Tabletten, die ihr mir geschickt habt, waren zu 99% Dopingmittel.“ Jetzt blieb nur noch die Frage, wer Ben das Zeug zugesteckt hatte. Die Mutter fragte Ben: „Wen hast du denn im Verdacht?“ Ben überlegte kurz. Dann sagte er: „Ich glaube, es war Marcel. Wir hatten eh noch eine Rechnung offen.“ Seine Mutter erwiderte: „Warum glaubst du, dass er das tun sollte?“ „Er war schon immer eifersüchtig auf mich. Ich war vor ihm auf der Stürmerliste und ich war genauso gut im Fitnesstest wie er!“, sagte Ben. Am Abend rief Bens Mutter den Trainer an. Sie redeten bis tief in die Nacht miteinander.
Am Ende des Telefonates kamen die beiden zum Schuss, dass Marcel mit seiner Mutter und Ben mit seiner Mutter sich am nächsten Tag mit dem Trainer am Sportplatz treffen und dann miteinander reden sollten.“ Am nächsten Tag trafen sie sich um 13 Uhr am Sportplatz. Marcel war sehr nervös. Als alle da waren, gingen sie in die Umkleidekabine. Nach stundenlangem Reden machten sie erst einmal eine Pause. Nach der Pause redeten sie noch weiter, aber sie kamen zu keinem Ergebnis.
Als sie gerade nach Hause gehen wollten, kam der Schiedsrichter und gab ihnen einen wichtigen Hinweis. Er hatte Marcel gesehen, wie er an dem besagten Tag mit irgendwas in der Hand in die Umkleidekabine gegangen war. Er war sehr angespannt gewesen und hatte sich dauernd umgesehen, ob ihn niemand sieht. Sie bedankten sich beim Schiedsrichter und Marcel gab alles zu. Der Trainer war sehr wütend und hat Marcel aus dem Verein geworfen. Als Ben mit seiner Freundin darüber geredet hat, sind sie wieder zusammengekommen. |