Krimis für euch!

Siegessucht

Fortsetzungskrimi nach vorgegebenem Anfang von Claudia Werner

von Malte

Hier gibts Spannung pur! Unbedingt lesen!

 

 

Ben packte seine Sportsachen hastig in den Rucksack. Das Training war mal wieder echt hart gewesen. Rainer – sein Trainer – hatte natürlich wieder ihn auf dem Kieker gehabt. Es ging um den Aufstieg und sie hatten nur noch wenige Spiele vor sich. Ok, er wollte ja auch in die nächste Liga. Aber dass es so hart werden würde, hatte er nicht gedacht. Und die Konkurrenz schlief nicht... Er spürte schon seit Wochen, dass Marcel kurz davor war, ihn auf der Liste der Stürmer zu überholen. Im Fitnesstest hatte er genauso gut abgeschnitten wie er. Marcel und er hatten eh noch eine Rechnung offen. Aber da ging es um seine neue Freundin. „Didadidadidada“ klingelte prompt sein Handy und Lara erschien auf dem Display. „Ja?“, flötete Ben. „Ich wollte nur sagen, dass ich heute nicht mit ins Kino gehe!“, kam es schnippisch. „Ach ja? Warum denn?“, fragte Ben erstaunt. „Ich habe da heute so eine E-Mail bekommen... Du hättest unerlaubte Tabletten genommen, um im Fußball ´ne große Nummer zu werden und so. Kurz: Du bist voller Dopingmittel. Auf so einen Typen steh´ ich ganz und gar nicht. Ich bin soooo sauer auf dich und soooo enttäuscht!...“ Mehr bekam Ben nicht mehr mit. Er fühlte sich plötzlich so schlapp und wollte gerade sein Traubenzuckerpäckchen, was er immer dabei hatte, aus der Jackentasche ziehen, als er plötzlich ein Röhrchen spürte. Alles versank im Nebel...

Ben fiel auf den Boden und wurde ohnmächtig. Sein Trainer kam gerade um die Ecke und dann sah er Ben am Bodenliegend. Er nahm Ben auf die Schulter und sprang in sein quittengelbes Cabrio. Er fuhr sofort in das nah liegende Krankenhaus. Die Ärzte stellten fest, dass Ben voller Dopingmittel und deshalb ach ihn mächtig geworden war. Als er wieder halbwegs stehen konnte, ging er erst einmal zum Buffet und aß sich satt. Er wollte nämlich schnell wieder gesund werden, um am nächsten Spiel teilzunehmen. Aber dann wollte er noch unbedingt wissen, wer ihm die Dopingtabletten eingeflößt hatte, denn er selbst war es sicher nicht gewesen. Es musste irgendeiner gewesen sein, der unbedingt wollte, dass Ben noch besser spielte. Ob es sein Trainer gewesen war? Nein, er konnte es nicht sein. Er fand doch, dass ich absolut spitzenmäßig spielte, dachte Ben. Oder kann er es doch gewesen sein? Weil er unbedingt gewinnen will? All diese Sachen machten ihn furchtbar nachdenklich, aber erst einmal legte er sich wieder in das Bett. Dann kam seine Mutter zur Tür hereingeschneit. Sie sagte traurig: „Ist alle in Ordnung, mein Häschen?“ Darauf antwortete ich: „Ja, alles bestens!“ „Hast du die Dopingtabletten genommen?“, fragte sie etwas verärgert. Aber dann erklärte ich ihr, dass sie mir irgendeiner eingeflößt haben musste. Nun war sie erleichtert und stinksauer zugleich. Nun, als meine Mutter weggegangen war, kam der Doktor zu mir in das Zimmer. Er erklärte Ben, dass er erst in 2 Tagen wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden könnte. Als der Doktor wieder aus dem Zimmer ging, war Ben erschüttert. 2 Tage waren entschieden zu viel. Er nahm ein paar Anziehsachen aus seinem Schrank und zog sich an. Die Bettlaken, die noch da waren, band er zusammen und warf sie, nachdem er sie ans Bett festgeknotet hatte, aus dem Fenster. Jetzt kletterte er langsam und vorsichtig aus dem Fenster. Dann ging Ben zum Vereinsheim und suchte da nach Spuren. Plötzlich fand er an der Türklinke einen Fetzen von einer Jacke und sah Fußspuren, die zum blauen Schrank in der Garderobe führten. Ben versuchte den Schrank zu öffnen, doch er war verschlossen. Was sich wohl in dem Schrank befand? Keiner im Vereinsheim konnte Ben sagen, was dort drin war. Aber dann kam der Co-Trainer zu ihm und sagte: „Diesen Schrank, hat er Trainer gesagt, darf keiner öffnen. Der Inhalt ginge nur ihn etwas an.“ Dann entgegnete Ben ihm: „Wissen Sie denn, was sich dort drin befindet?“ „Nein“, sagte er etwas verstört. Ben dachte nach: Mein Rivale kann es nicht sein. Er liebt den fairen Kampf. Nun nahm Ben die Adresskarte von seinem Trainer vom Stuhl und ging zu seinem Haus. Als er dort angelangt war, zitterte er am ganzen Körper. Das Haus von ihm war total gruselig. Und es sah aus, als würde es gleich einstürzen. Dann schellte Ben an: Drrrrr! Nun öffnete sein Trainer die Tür und fragte hektisch: „Schon wieder gesund? Wie schön!“ „Ich wolle mal fragen, was in dem blauen Schrank im Vereinsheim ist.“ „Das geht dich gar nichts an!“, schrie er und knallte die Tür zu. Dann ging Ben nach Hause. Auf dem Weg dorthin begegnete ihm Lara. Sie ging einfach weiter und ignorierte Ben, aber der fragte sie: „Wohin gehst du?“ Darauf sagte sie genervt: „Nach Hause!“ „Wo wohnst du denn?“, fragte Ben sie, denn wir waren grad ein paar Tage zusammen und er war noch nicht bei ihr gewesen. „In dem alten Haus da! Aber jetzt muss ich weiter, mein Vater will etwas zu essen haben.“ Plötzlich wurde Ben alles klar. Sie war die Tochter von seinem Trainer. Der Jackenfetzen war auch von seinem Trainer, genauso wie die Fußabdrücke. Aber Ben hatte keine handfesten Beweise. Der Vater von seinem Freund Stefan war Polizeibeamter. Der konnte ihm helfen. Nun rief er die Polizei an. Ein Trupp Polizisten ging mit ihm zum Haus, nachdem Ben gesagt hatte, dass dort seine Mutter festgehalten werden würde. Das stimmte natürlich nicht, aber sonst wären sie nicht gekommen. Als sie dort angelangt waren, schrie ein Polizist ihn an: „Sie waren es, nicht wahr?“ Da heulte er: „Ja, ich gestehe es. Ich habe dir das Doping verabreicht und in deinen Saft gemischt.“ Die Polizei war erstaunt. Dann erklärte Ben den Beamten, dass er seine Geschichte als Vorwand gebraucht hätte, damit sie mitkommen würden. Jetzt führte die Polizei den Trainer ab und brachte ihn in das Gefängnis. Endlich hatte es sich aufgeklärt durch Ben, dass sein Trainer nur wollte, dass er noch besser werden sollte, weil er siegessüchtig war. Lara war sehr enttäuscht von ihrem Papa, aber fiel Ben dann um den Hals. Alle aus dem Vereinsheim waren nun erleichtert und der Co-Trainer wurde nun der Trainer.

 
 
über das Projekt   über uns
  7c - Johann-Gutenberg-Realschule - Leitung: Claudia Werner - Unterstützung durch die Lehramtsanwärterin Frau Pöttke