Krimis für euch!

Reicher Tod

von Joy

Hier gibts Spannung pur! Unbedingt lesen!

 

 

Es war mal wieder einer dieser schrecklichen Tage, an denen alles schief läuft und man am besten im Bett bleiben sollte. Das Wetter war schlecht, ich hatte verschlafen und es war kein Kaffee mehr da. Mein Haus etwas außerhalb der Stadt von Las Vegas könnte mal wieder renoviert werden, und eine Putzfrau könnte ich auch gebrauchen. Mein Name ist Doni Vito, ich bin geschieden und meine Arbeit als Privatdetektiv lassen mir nicht viel Zeit für den Haushalt.

So auch heute. Eine Frau namens Susan Cate hatte mich gestern angerufen und mich gebeten, ihre Tochter zu suchen. Die Vermisste hieß Sarah Cate, 25 Jahre, blonde Haare, braune Augen und 1, 70 m groß, Hotelerbin der Hotelkette Cate Corporation, kurz CC. Sie managte eines ihrer Hotels in Las Vegas. Also meiner Meinung nach eine verwöhnte Tochter aus reichem Hause, die wahrscheinlich nur mit ihren ebenso reichen Freundinnen eine Sause machte und bald von alleine wieder auftauchen würde. Aber Job ist Job und bringt Geld für die nötige Renovierung meines Hauses.

Also machte ich mich auf den Weg, der mich als erstes ins Hotel Cate brachte. Mein Plan war: Dort werde ich mich mit dem Personal unterhalten, um mir erst mal ein Bild von der Vermissten zu machen. Die Mutter sagte mir, ich sollte mich an Kathrin Clock, Sarahs beste Freundin und Mitbewohnerin des Penthauses, wenden.

Als ich am Hotel ankam, lief eine anscheinend aufgeregte Person am Empfang hin und her. Ich denke, ich habe Kathrin Clock vor mir. Als ich dem Portier meinen Namen sage, wird meine Annahme bestätigt.

„Hallo“, sagt die junge Frau, „mein Name ist Kathrin Clock, und ich habe Sie schon vor einer halben Stunde hier erwartet. Wir waren um 9:00 Uhr verabredet. Wenn Sie diesen Job nicht wollen, sagen Sie es doch gleich.“

„Oh Gott“, denke ich, „was für eine Zicke.“ Aber ich setzte mein schönstes Lächeln auf und sagte: „Es tut mir leid, aber Sie kennen doch den Verkehr in der Rushhour. Aber jetzt kann ich mich voll reinhängen und stehe komplett zu Ihrer Verfügung. Fangen wir doch gleich an, indem Sie mir sagen, was Sie wissen. Wann haben Sie Ihre Freundin zuletzt gesehen?“

„Am Freitag, das war der 15.Juli 2006. Wir waren auf einer Party in der Blue – Moon – Scheune. Mein Freund hat seinen Geburtstag gefeiert. Sarah kam ein bisschen zu spät. Sie hatte noch im Hotel zu tun. Probleme mit einer Angestellten. Ich hoffe, Sie finden sie schnell, denn ich mache mir große Sorgen.“

„Hatte Sarah mit jemandem Streit auf der Party?“ „Nur den Familienstreit mit Ihrem Bruder über das Erbe. Aber das ist normal.“ Ich war etwas verwundert und frage: „Welcher Streit? Über welches Erbe? Ich dachte, Sarah gehörten die Hotels.“ „Eigentlich schon. Ihr Vater hat Ihr alles vermacht, weil sie die Älteste ist. Aber ihr Bruder will auch etwas vom Erbe. Er droht ihr immer zum Gericht zu gehen.“ „Sonst noch was?“ „Ich bin, weil mir vom Sekt so schlecht war, früher nach Hause gefahren. Also habe ich nichts mehr mitgekriegt.“ „Dann war es das erst mal und ich werde mich jetzt im Hotel noch etwas umhören, mit welcher Angestellten Sarah denn Probleme hatte. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag und ich werde mich bei Ihnen melden.“ „Ich verlange, dass Sie mir schnell Ergebnisse bringen, Sie werden ja schließlich gut bezahlt. Schönen Tag.“ Ich denke: „Mann, geht die mir auf den Wecker.“

Ich wandte mich wieder an den Portier und fragte: „Wo finde ich die Sekretärin von Sarah Cate?“ Er guckte komisch und sagte: „Im Moment gibt es keine Sekretärin von Sarah Cate, weil sie mit der letzten Probleme hatte und dann hat sie sie zur Putzfrau gemacht.“ „Und wo finde ich die?“ „Sie ist auf der 31ten Etage eingeteilt zum Toiletten putzen“, erklärte er mit einem blöden Grinsen. Also machte ich mich auf den Weg.

Auf der Etage sah ich eine Putzfrau an ihrem Reinigungswagen und fragte sie: „Sind Sie Emma Wilson?“ „Nein, Emma ist auf Zimmer 333.“ Im Zimmer im Bad kniete eine Frau und putzte die Toilette. Ich frage: „Sind Sie Emma Wilson?“ „Ja, das bin ich. Was wollen Sie denn von mir?“ „Mein Name ist Doni Vito, ich bin Privatdetektiv und bin von Susan Cate beauftragt worden, Ihre Tochter zu finden, die seit Freitag verschwunden ist.“ „Mir ist egal, wo sie ist. Was soll schon mit ihr sein.“ „Ich habe gehört, Sie hatten mit ihr Probleme?“ „Ich wollte für einen 14Stunden-Tag mehr Geld haben, aber die reiche Zicke meinte, ich sollte nicht so gierig sein und hat mich zur Putzfrau gemacht.“ „Warum haben Sie nicht ganz aufgehört ?“ „Ich bin alleine mit meinem Sohn und bin auf den Job angewiesen.“ „Wann war der Streit?“ „Am Freitag. Sie hat mich schnell aus dem Büro geschmissen, weil sie zu einer Party wollte.“

So komme ich nicht weiter. Ich dachte, ich würde mir erst mal den Bruder vornehmen. Den fände ich sicher zu Hause in der Villa der Familie Cate. Als ich dort ankam, begegnete mir ein ziemlich schlecht gelaunter John Cate. Er beantwortete meine Fragen nicht gerne, aber er tat es.

„Hallo, mein Name ist Doni Vito, und Ihre Mutter hat mich beauftragt, Ihre Schwester zu finden. Ich habe mir sagen lassen, dass Sie mit ihr auf der Party von Joe Kent einen Streit hatten. Was können Sie mir dazu sagen?“

„Dass wir uns streiten ist schon normal, es geht immer um das Erbe. Mein Vater hat ihr alles vermacht und ich bekam nur einen Pflichtteil. Er meinte, ich wäre nicht erwachsen genug, um mit so viel Geld umzugehen. Seitdem versuche ich meine Schwester zu überreden, dass sie mir freiwillig mehr Geld gibt. Bis jetzt hatte ich noch keinen Erfolg.“

„Und was war auf der Party?“ „Ich habe sie, wie immer, nach Geld gefragt. Sie hat, wie immer, nein gesagt. Wir haben uns, wie immer, angeschrieen, und dann bin ich, wie immer, wutschnaubend nach Hause gefahren. Das war`s.“ „Sie sind also vor Ihrer Schwester aus nach Hause gegangen?“ „Ja, genau.“

Der Bruder konnte mir also auch nicht weiter helfen. Ich überlegte, was ich jetzt als Nächstes tun sollte, da klingelte mein Handy. Kommissar Stone, ein alter Kollege von mir, teilte mir mit, dass Sarah Cate, von hinten mit einem Schraubenschlüssel erschlagen, gefunden worden war.

Ich fragte: „Wo wurde sie denn gefunden?“ „Keine 100 Meter von der Blue – Moon – Scheune entfernt, in einer Mülltonne auf dem Parkplatz. In der Mülltonne fanden wir auch die Mordwaffe.“ „Hat der Gerichtsmediziner schon gesagt, wie lange sie schon tot ist?“ „Der Todeszeitpunkt liegt zwischen 23:00 Uhr und 1:00 Uhr am Freitag.“ „Ich danke dir für die Information, wir sehen uns.“

Mir blieb jetzt also nichts anderes übrig, als die Familie und ihre beste Freundin über den schlimmen Ausgang der Geschichte zu benachrichtigen. Wobei ich einige Details weglassen würde, damit es sich nicht ganz so brutal anhört.

Ihre Mutter und ihr Bruder waren am Boden zerstört, und baten mich, weiter zu arbeiten, um den Mörder schnellstens zu finden.

Ich machte weiter, und fuhr zur Blue – Moon – Scheune, um mich mit Joe Kent zu unterhalten. John Cate hatte mir gesagt, dass er immer noch in der Scheune ist, um die Reste der Party zu beseitigen.

Als ich ihm gegenüber stand, sagte er: „Ich habe Sie schon erwatet, John hat mich angerufen und mir alles erzählt. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll.“

„Sagen Sie mir doch einfach, was auf der Party passiert ist. Sie muss ja kurz nachdem sie gegangen ist, ermordet worden sein.“ „Wissen Sie, ich hatte mich in Sie verliebt.“ „Wie bitte? Sie sind doch der Freund von Kathrin Clock, der besten Freundin von Sarah.“ „Ich weiß, wir wussten noch nicht, wie wir es ihr sagen sollten. Aber auf der Party hatte sich das sowieso erledigt, weil Kathrin uns beim Knutschen erwischt hat. Wir wollten ihr alles sagen, aber sie lief weg.“ „Und was geschah dann?“ „Sarah lief ihr sofort hinterher, und wollte ihr alles erklären und sie beruhigen. Wir haben uns ja nicht mit Absicht verliebt.“ „Wann haben Sie dann beide wieder gesehen?“ „Kathrin gestern, also Samstag und Sarah gar nicht mehr.“ „Haben Sie sich denn gar keine Sorgen gemacht.“ „Eigentlich nicht. Ich habe gedacht, die beiden würden sich aussprechen. Erst als Kathrin hier am Samstag alleine auftauchte, fragte ich mich, was mit Sarah los ist.“ „Und was sagte Kathrin dazu?“ „Dass sie nicht mehr mit Sarah gesprochen hätte, sie hätten sich wohl verpasst.“ „Ich danke Ihnen für Ihre Hilfe und melde mich wieder.“

Dass die beiden Damen sich verpasst haben könnten, kam mir doch ziemlich komisch vor. Also fuhr ich direkt noch mal ins Hotel zu Kathrin Clock. In ihrem Zimmer fragte ich sie: „Sind Sie sicher, dass Sie Sarah am Freitag nicht mehr gesehen haben?“ „Natürlich bin ich sicher.“ „Sie haben mich schon einmal belogen, als Sie sagten, dass Sie von der Party abgehauen sind, weil Ihnen so schlecht war. Sie müssen doch stinkwütend auf Ihre Freundin gewesen sein, nachdem Sie sie mit Ihrem Freund erwischt haben.“ „Genau so war es, und deswegen wollte ich sie auch nicht mehr sprechen und bin weggelaufen. Wenn ich gewusst hätte, dass sie jemand mit einem Schraubenschlüssel erschlagen will, wäre ich da geblieben. Dann wäre sie jetzt vielleicht noch am Leben.“

Irgendetwas störte mich an Ihrer Aussage, und ich musste kurz nachdenken. Dann fiel es mir auf: „Woher wissen Sie, womit Ihre Freundin erschlagen worden ist?“

Sie wurde ganz nervös und antwortete: „Ich denke, John, ihr Bruder wird es mir erzählt haben.“

„Nein, das kann nicht sein, weil diese Sache mit Absicht von der Polizei und mir nicht erwähnt wurde. Das war vertraulich. Das wussten auch nicht Sarahs Mutter und Bruder. Also können Sie es nur wissen, weil Sie die Mörderin sind.

Aber Sie müssen jetzt gar nichts mehr sagen, das können Sie alles der Polizei erklären.“

 
 
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  7c - Johann-Gutenberg-Realschule - Leitung: Claudia Werner - Unterstützung durch die Lehramtsanwärterin Frau Pöttke