Der Chef und die Zauberinsel |
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... ein Hörspielprojekt der Klasse 5c der JGR im Jahr 2006/07 |
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| unbedingt reinschauen! | Story |
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| super spannend! | ||
Der Chef und die Zauberinsel |
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Es war einmal ein Firmenchef, der viel Geld hatte und ein großes neues Auto fuhr. Die Angestellten seiner Firma konnten sich fast nichts leisten, weil sie nur wenig Geld verdienten. Der Chef fuhr immer gerne mit dem Auto durch die Straßen und wenn er seine Angestellten sah, dann streckte er ihnen die Zunge raus. Jeden Montag machte der Chef in seiner Firma eine Versammlung und erzählte seinen Angestellten: „Ihr müsst mehr arbeiten, damit wir mehr verdienen!“ Einer der fleißigsten Angestellten verkündete stolz: „Wir haben diesmal so viel gearbeitet wie noch nie!“ Der Chef sagte energisch dazu: „Das ist auf jeden Fall zu wenig!“ Ein Arbeiter sagte: „Wir arbeiten schon so schnell wie es geht!“ Ein anderer murrte nur: „Ja, Chef, ja, klar! Machen wir. Ist doch klar!“ In Wirklichkeit wollte nur der Chef mehr verdienen. Die Angestellten bekamen so wenig wie vorher. Eines Tages brachte ein Angestellter, den der Chef immer besonders auf dem Kieker gehabt hatte, eine Tüte starkes Schlafpulver mit und verstreute es in der Firma. Alle Angestellten schliefen für einen ganzen Monat ein. Weil sie nicht arbeiteten, wurde auch kein Geld verdient. Nach einer Weile hatte der Chef kein Geld mehr und konnte sich deswegen kein Benzin mehr für sein teures Auto leisten. Da merkte der Chef, wie wichtig die Angestellten waren und versprach ihnen eine Lohnerhöhung. Doch es hörte ihn ja nur ein Angestellter und zwar der, der das Schlafpulver verschüttet hatte. Er saß an seinem Computer und tippte im Takt einer bekannten Melodie auf der Tastatur herum und machte sich einen schönen Tag. Der Chef fragte ihn: „Was muss ich denn noch tun, damit endlich wieder ganz normal gearbeitet wird?“ Er lief hektisch im Büro auf und ab und dachte an seine Frau, die schon fassungslos war vor Wut, dass sie die schweren Einkaufstaschen zu Fuß nach Hause schleppen musste. "Immer diese Einkaufstaschen, Einkaufstaschen, Einkaufstaschen!" Da drehte sich der Angestellte einmal mit dem Bürostuhl um sich selbst und lachte. Dann sagte er zu dem Chef: „Du musst ein Auto mit ganz billigem Sprit bauen lassen! Aber das ist nur die erste Aufgabe! Es folgen noch zwei weitere! Viel Glück!“ Der Chef ging sofort los. Draußen auf der Straße fuhr eine einsame Straßenbahn an ihm vorbei. „Woher soll ich ein billiges Auto nehmen, wenn nicht stehlen?“, knurrte der Chef. Er beschloss den Wissenschaftler anzurufen. Der Wissenschaftler hörte sich das Problem an. „Ja“, sagte der Wissenschaftler, „kein Problem. Wir brauchen nur den Tank etwas, ja, das könnte gehen, wenn man vielleicht – na, auch das dürfte, jaaaaaaaaaaaaaaa, ja, - ich habe da noch eine Skizze – wo war sie denn, ach da ist sie ja, mhhhhhhhhh...“ „Also, geht das jetzt, oder nicht?“, fragte der Chef ungeduldig. „Ich habe mich letztens noch mit dem Bauern darüber unterhalten. Ich hab’s vergessen, tut mir Leid. Frage einfach den Bauern. Der muss es noch wissen. Wir haben erst, wann war das noch, na also, wo war denn noch mein Kalender, ahhhhh! Da ist er ...“ Der Chef legte auf. Er ging zum Bauern. „Hallo, Bauer!“, sagte der Chef. „Hallo, Chef!“, sagte der Bauer. „Worüber hast du dich letztens mit dem Wissenschaftler unterhalten? Er hat es mal wieder vergessen!“, knurrte der Chef. „Um das herauszufinden, kommst du extra zu mir?“, lachte der Bauer und hielt sich seinen dicken Bauch. „Über Salatsoße!“ Der Chef lockerte seinen Schlips. „Salatsoße?“, motzte er und bekam einen mittelschweren Wutanfall. Er rief seine Frau an. Sie löste nämlich leidenschaftlich gerne Rätsel, wenn sie ihre 20 Nägel lackiert hatte: „Was fällt dir zum Thema Salatsoße und Auto ein?“ „Salatöl!“, flötete sie durch den Hörer. Sofort rief der Chef wieder bei dem Wissenschaftler an: „Wann ist das Auto mit dem Salatöltank denn fertig?“ „Du kannst es gleich mitnehmen!“, kicherte der Wissenschaftler. Da kam der Chef mit dem Auto wieder in die Firma. „Die erste Aufgabe hast du schon super gelöst, Chef! Mal sehen, wie es mit der zweiten läuft!“, grinste der Angestellte. Er drehte seinen Computer um, sodass der Chef auf seinen Bildschirm gucken konnte. Plötzlich flackerte er und begann zu sprechen: „Du musst heute so viel arbeiten, wie alle Angestellten in einer Woche zusammen!“ Auf einmal begann die Uhr an der Wand laut zu ticken: „Und jetzt hopp hopp! Die Zeit läuft!“ Man sah eigentlich nur noch Kondensstreifen vom Chef – wie bei einem Düsenjet. Er lief hin, er lief her. Immer wieder meckerte die Uhr: „Und jetzt hopp hopp! Die Zeit läuft!“ Kaum war der Chef mit einem Auftrag fertig, war schon wieder einer auf dem Computer zu sehen. Der Uhr veranstaltete einen Countdown: „10, 9, 8, ...“ Zum Schluss musste er nur noch einen Aktenordner in ein Büro bringen und er schaffte es in der letzten Sekunde. „Prima!“, gähnte der Angestellte und stellte dem Chef ein Glas Wasser hin. Der Chef zog sich gerade ein frisches Hemd an. „Was jetzt?“, keuchte er. „Jetzt musst du nur noch zur Zauberinsel und Wachsand mitbringen und für jeden Angestellten eine Überraschung!“, sagte der Angestellte. „Aber, wo ist die Zauberinsel?“, fragte der Chef verzweifelt. „Wenn du alles richtig machst, wirst du sie finden!“, sprach der Angestellte. Auf der Straße blickte sich der Chef um. Ein Straßenschild zur Zauberinsel war ihm jedenfalls noch nie aufgefallen. Da hörte er Rapper. „Ey, Yo, wir sind die Rapper, der Geldkidnapper! On the street, Hört ihr den Beat!“ Der Chef wollte gerade weiter gehen, da fiel ihm etwas ein. „Ey, Yo, wir sind die Rapper, der Geldkidnapper! On the street, hört ihr den Beat!“ Er warf seinen letzten Taler in die Kappe, welche die Rapper auf der Straße liegen hatte. Plötzlich änderte sich der Text: „Die Insel, die du suchst, ey man! Schließe nur your eyes, und dann wirst du da sein, yo, auf der Insel, findest den Troll mit dem Zauberpinsel.“ Der Chef schloss die Augen und wirklich – es summte und brummte und ... als er die Augen öffnete, war er auf einer Insel und sah einen Troll mit einer Staffelei. Er pfiff gerade ein Liedchen. Die Melodie kam ihm irgendwie bekannt vor. Der Chef ging zum Troll und fragte ihn: „Wir komme ich an den Wachsand und wo gibt’s hier Überraschungen für Angestellte?“ Der Troll kicherte: „Hahaha! Der Sand ist gelbyellowgelb und du findest ihn in den blauen Bergen.“ Der Chef fragte: „Und was ist mit den Überraschungen und wie komme ich nach Hause?“ Der Troll sagte: „Gehe dann zu der Zauberin und frage sie, wo die Überraschungen für Angestellte sind.“ Erst mal ging der Chef los zu den blauen Bergen. Doch weit und breit war kein blauer Berg zu sehen. Plötzlich stand mitten auf einer wunderschönen Blumenwiese ein Fernseher und darauf lag eine Fernbedienung. Der Chef nahm natürlich sofort die Fernbedienung und auf dem Bildschirm erschien eine Doku „Der perfekte Zauber“. Die Moderatorin kündigte einen Höhepunkt des Abends an. „Jetzt, meine Damen und Herren, kommt der Höhepunkt des Abends!“ Gerade in dem Augenblick verzauberte ein Kandidat ein Schnitzel in eine Kröte. Er bekam natürlich eine Zehn. Der Chef war sehr begeistert, aber er hatte andere Pläne. Er zappte weiter. Da erschienen blauen Berge auf dem Bildschirm und auf der Fernbedienung leuchtete ein roter Knopf. Der Chef drückte darauf und auf dem Bildschirm bildete sich eine Spirale. Er wurde in den Fernseher hineingezogen. Er stand auf dem höchsten blauen Berg. Vor ihm direkt sah er einen Teufelssandkasten und einen Eimer und eine Schaufel. Der Chef legte sofort los und nahm lieber etwas mehr mit als zu wenig. Man konnte ja nie wissen. Wieder leuchtete ein besondere Knopf auf der Fernbedienung. Und wieder drückte er darauf. Ihm wurde auf einmal ganz schwindelig und er stand direkt vor einer Zauberin. Sie saß vor ihm auf einer lila gepunkteten Bank vor einem großen Baum. Neben ihr stand ein sprechender Besen. „Herzlich Willkommen hier bei uns – ich meine bei mir und der Zauberin – ach nein, bei der Zauberin und mir!“ Im Garten hingen die Überraschungstüten an den Ästen. Eine nach der anderen pflückte er ab. Sie waren beschriftet mit folgenden Worten: „Ideen“, „Phantasie“, „Witz“, „Entschuldigungen für alle Fälle“, „Sprüche“, „Tortenrezepte für jede Gelegenheit“, „Arbeitskracher“ und so weiter und sofort... Die Zauberin lächelte: „Du darfst alle mitnehmen, sie sind für deine Angestellten.“ „Und wie komme ich zurück?“, fragte der Chef stotternd. Du kommst zurück, indem du laut „Zaubermobil!“ rufst. An der Haltestelle (dem Komposthaufen der Zauberin) saß ein weiterer Fahrgast, eine Aktentasche. Sie nuschelte: „Na, dich kenne ich doch irgendwoher! Du bist doch dieser Chef? Na? Was hat dich denn hierhin verschlagen?“ Die beiden freundeten sich unterwegs richtig an. Nachdem sie im Zaubermobil gesessen hatte, einem Doppeldeckerbushund, und zurückgefahren waren und der Hund mit einem lauten „Wuffdiwuff!“ vor der Firma hielt, stieg der Chef aus und verstreute den Wachsand überall in allen Büros und Arbeitshallen. Alle Angestellten wachten auf und freuten sich über die Überraschungen – es war für jeden etwas dabei. Die Firma verdiente wieder Geld und den Angestellten ging es super. Bis zum heutigen Tag sind sie glücklich und zufrieden. |
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