22.02.2006
Titel des Workshops: Vom Umgang mit moslemischen Kindern und
  Jugendlichen
  Familienstrukturen und Erziehungsvorstellungen der
  moslemischen Familien in Deutschland
   
Leitung des Workshops: Mustafa Bakircioglu (Jugendamt Dortmund)
  Mohammed El-Iakoubi (Jugendamt Dortmund)

 

   
     
In dem Workshop geht es um den Umgang mit moslemischen Kindern und Jugendlichen. Erst einmal wurde über den Islam diskutiert. Auf den Tischen fand man Zettel vor, wo der Islam beschrieben wurde d.h. Bedeutung; Feiertage etc. Des Weiteren wiurde über Familienstellung und Rangordnung in der Familie diskutiert.

In dieser Diskussion erfahren wir, dass Männer und Frauen zwar gleichgestellt sind, jedoch der Mann das Haupt der Familie ist. Die Rangordnung geht dann unter Geschwistern weiter. Es wird unterschieden unter Jungen und Mädchen und Alter. Mädchen werden von Eltern, Geschwistern und Verwandten kontrolliert. Mädchen haben weniger Ausgang als die Jungen, da die Mädchen noch im Haushalt helfen müssen.

Es wird angesprochen, dass Männer 4 oder mehr Frauen haben dürfen, was damit begründet wird, dass es nach dem Krieg erstens mehr Frauen als Männer gab und zweitens, dass die Frauen deren Männer im Krieg gestorben sind, beschützt werden müssen.

Dies stieß in der Diskussion auf Gegenmeinungen. Es wurde erwähnt, dass dies eigentlich nach dem Koran verboten ist, da es unmöglich für einen Menschen ist, vier Frauen auf einmal und in gleicher Weise zu lieben.

Angesprochen wird auch, dass es im Koran auch frauenfreundliche Verse gibt, die der Frau Bildung und Selbstständigkeit zusprechen. Oft gibt es auch Rollentausche innerhalb der Familie, d.h. wenn z.B. der Mann (das Haupt und der Versorger der Familie) seinen Job verliert und die Frau die Familie ernährt, kommt es auch dazu, dass der Mann zu Hause sitzt und die Rollen getauscht bzw. vertauscht werden. Dadurch kann es innerhalb muslimischen Familien oft auch zu Konflikten kommen.

Unterschieden werden muss jedoch hier zu dem Propheten Mohammed, da dieser keine Rangordnung innerhalb der Familie vorschreibt. Die Rangordnung innerhalb der Familie ist nämlich nicht vorgeschrieben sondern Tradition innerhalb der Familie. Da Vater und Mutter in dieser Rangfolge aufgewachsen sind, wird diese Rangfolge auch an die Kinder weitergegeben. Die muslimischen Familien versuchen meistens ihre Kinder besonders gut und vorbildhaft zu erziehen, da sie versuchen Ansehen zu erlangen.

Jessica, Philipp

AG 02