Titel des Workshops: Was hält Systeme gesund?
  Eine vergleichende Betrachtung von Methoden zur
  Förderung von Selbstheilungspotenzialen in Familien
  und Helfersystemen
   
Leitung des Workshops: Jutta Berghoff (Werkstatt Solidarität Dortmund gGmbH)
Annick Tombrink (Jugenhilfe St. Elisabeth)
  Kathrin Rasche (Jugendamt Dortmund)
     

Familie und Helfersysteme sind geprägt durch:

- Gewohnheiten    
- Vorurteile    
- Verhaltensschienen    
- Erwartungen    
- Routine    
Normalerweise sind diese Punkte wichtig, um ein System zu stabilisieren.
Was passiert aber, wenn dieses System aus dem Gleichgewicht kommt?
Der Mensch aus diesem System kann "krank" werden - somit ist das System für diesen Menschen dann auch "krank".
     
Die eigene Person wird für sich genommen geprägt durch die Einstellung zu sich selbst bzw. psychische Merkmale.
günstig sind:    
- Selbstsicherheit    
- Selbstvertrauen    
- Vertrauen zu anderen Personen    
- Vertrauen in die Zukunft    
Glauben an sich selbst heißt:    
- mehrere mögliche Verhaltensweisen hat, aus denen man in einer bestimmten Situation auswählen kann
- Probleme lösen zu können    
> Selbstvertrauen ist mit einem höheren Selbstwertgefühl verbunden.
Positiv für das Selbsterleben und für soziale Beziehungen sind:
- eine hohe Wertschätzung sich selbst und anderen gegenüber
- Verständnis bzw. das Annehmen von eigenen Stärken und Schwächen
 
All das sind Merkmale einer "gesunden Persönlichkeit" und werden heute in ihrer direkten Bedeutung für die psychische und physische Gesundheit gesehen.
 
Persönliche Ressourcen sind Voraussetzung für:
- Bewältigung von Alltag und Lebensereignissen
- Senkung der Anfälligkeiten gegenüber Belastungen
- einen "gesunden" Menschen
 
Ein soziales Netz/ soziale Unterstützung helfen einem Menschen, Belastungs- oder Krisensituationen erfolreich zu bewältigen.
Folgende Kompetenzen können eine wichtige Grundlage u.a. bilden:
- Selbstbehauptungsfähigkeit
- Liebesfähigkeit
- Kontaktfähigkeit
- Kommunikationsfähigkeit
 
Diese Punkte tragen ebenfalls zu einem lebenswerten Leben bei:
- Lernziele
- Arbeitsziele
- Freizeitziele
- persönliche Ziele
 
Das bedeutet: sich Ziele setzen, diese zu verfolgen, sich einer Sache zu verpflichten, engaiert zu handeln.
 
Beziehungen zu anderen Menschen können sich positiv wie auch negativ auswirken.
So treten auch auf:
- Konflikte
- Spannungen
Dennoch sind sie wichtig, um ein soziales Netzwerk - gerade auch im Falle einer Krise - zu haben.
"Personen mit geringer sozialer Unterstützung sind unglücklicher und entwickeln weniger wirkungsvolle Bewältigungsstrategien als Personen mit hoher sozialer Unterstützung." - (siehe Workbook)
Wichtig ist nicht unbedingt, dass das Angebot von Hilfe genutzt wird, sondern dass sie da ist.
 
Der Wandel von Familienstrukturen (z.B. Alleinerziehende) führt dazu, dass im familiären Bereich vermehrt Konfliktsituationen auftreten können und damit psychische Stressbelastungen verbunden sind.
 
Nur das Wissen, dass man zu alternativen Verhaltensweisen greifen kann, reicht oftmals nicht aus. Erst wenn ein Mensch sich tatsächlich dazu in der Lage sieht, eventuell erprobt hat, wird er weitere Schritte in diese Richtung gehen. Eine Krise kann durchaus dazu beitragen, eine Situation neu zu sehen. Schwachstellen in einem System zu kennen ist gut. Sie können als "Frühwarnsystem" (siehe Workbook) dienen.
 
"Nur ein "gesundes" Helfersystem kann qualitativ gute Hilfe leisten." - (siehe Workbook)
 
Dieser Beitrag wurde auf der Grundlage des Workbooks verfasst.
 
 
Sabrina, Daniela    
     
 
 
 
 
AG 12
 
  AG 14
 
22.02.2006